Gesprächstherapie

Carl Rogers geht davon aus, dass der Mensch eine angeborene „Selbst-Verwirklichungs-“ und „Selbst-Vervollkommnungstendenz“ (Aktualisierungstendenz) besitzt, die, unter günstigen Umständen, für eine Weiterentwicklung und Reifung der Persönlichkeit sorgt. Der Hilfesuchende trage alles zu seiner Heilung Notwendige in sich und sei selbst am besten in der Lage, seine persönliche Situation zu analysieren und Lösungen für seine Probleme zu erarbeiten.

 

Ausgehend von diesem humanistischen Menschenbild folgerte Rogers, Psychotherapie müsse ein günstiges Klima für den gestörten Wachstumsprozess schaffen. Ein zentraler Begriff seines Persönlichkeitsmodells einer „fully functioning person“ ist das Selbstkonzept. Aus einer Diskrepanz (Inkongruenz) zwischen dem Erleben (experiencing) des Organismus und dem Selbstkonzept entstehen psychologisch relevante (An-)Spannungen und erscheinen dem Menschen als Konflikte. 

 

Ziel der Arbeit nach Rogers ist eine reifere emotionale Anpassung, indem Ideal- und Selbstbild in Übereinstimmung gebracht werden. 

 

An dieser Stelle erinnere ich Klienten zur Reaktivierung der in der Regel immer noch vorhandenen Ressourcen. Zudem ist es wichtig, dem Kleinten klar zu machen, dass seine aktuellen Gefühle und das daraus resultierende Verhalten wie auch seine aktuellen Gedanken völlig in Ordnung und nachvollziehbar sind. Dieses Dreieck steht in engem Regelkreis und es ist nicht an der Zeit, diese Situation zu bewerten, zu beurteilen oder gar nach „eigener Schuld“ zu suchen.

 

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(C) 2017 - Markus S. Pfirrmann