Psychoedukation

Da es Klienten oft schwerfällt, die Symptome und letztlich das Vorhandensein einer „psychischen Störung“ zu akzeptieren, hat die Psychoedukation die Funktion zur Entstigmatisierung psychischer Störungen beizutragen und Barrieren zum Aufsuchen einer Behandlung abzubauen.

 

Der Einblick in die Ursachen und Wirkungen der eigenen Krankheit sowie der geschärfte Blick für Zusammenhänge wirken sich häufig positiv auf die Behandlung und den weiteren Verlauf der Krankheit beim Klienten aus. Menschen, die über das Krankheitsbild genauer informiert sind, fühlen sich weniger hilflos. Außerdem soll das Wiedererkrankungsrisiko (Rückfallrisiko) so gesenkt werden.

 

Die wesentlichen Elemente der Psychoedukation sind dabei:

 

  1. Informationsvermittlung (Symptomatik der Störung, Ursachen, Behandlungskonzepte etc.)
     
  2. emotionale Entlastung (Verständnis fördern, Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen, Kontakte etc.)
     
  3. Unterstützung oder in diesem Fall das Anraten einer medikamentösen oder psychotherapeutischen Behandlung, indem die Kooperation zwischen Behandler und Patient (Compliance, Adherence) gefördert wird
     
  4. „Hilfe zur Selbsthilfe“ (z. B. Trainieren, wie Krisensituationen frühzeitig erkannt werden und welche Schritte dann unternommen werden können)

Mein Ziel mit Hilfe der Psychoedukation ist zu erreichen, dass der Kleint erkennt, dass psychische Probleme eine breite Masse der Bevölkerung betreffen und es vor allem Mut erfordert, sich den Problemen offensiv zu stellen und diese auch anzugehen.

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(C) 2017 - Markus S. Pfirrmann