Krisenintervention

"Das Leben ist wie eine Achterbahn" -  das sind die übersetzen Zeilen eines Songs von Ronan Keating. Ich hätte es kaum treffender beschreiben können. Probleme und Herausforderungen gibt es im Leben immer mal wieder und sind wir ehrlich: das Leben wäre ja auch langweilig ohne sie.

 

Schwierig wird es immer dann, wenn "alles zusammen kommt".  Ein Thema allein zu lösen, das bekommen wir noch hin. Manchmal sieht es aber so aus, als hätte sich das Schicksal und alle Welt gegen uns verschworen, Plötzlich sehen wir uns einer ganzen Armada von Problemen gegenüber die in kürzester Zeit quasi wie aus dem Nichts vor uns aufgetaucht sind.

 

Wenn man aber genauer hinsieht, waren diese Themen oft schon irgendwie latent am brodeln. Wir haben es aber versäumt, uns um die einzelnen Aufgabenstellungen "abschließend" zu kümmern. Sei es aus Bequemlichkeit, weil es uns nicht notwendig erschien oder weil es uns einfach unangenehm war, die Sache konsequent anzugehen. Wir sind Gewohnheitstiere und verlassen nur extrem ungern unsere "Komfortzone". Und so wird nach und nach aus dem einem Knötchen hier und da schnell ein riesiges und eng verschlungenes Knäul von Problemen, dem anscheinend kaum noch Herr zu werden ist.

 

Hier kommt mir meine Ingenieursausbildung wie gerufen: "Teile und herrsche" - ein alter Leitsatz aus der Informatik leistet hier gute Dienste. Das große Knäul aus Problemen besteht in Prinzip letztlich aus einzelnen Fäden. Wenn man sich diese Fäden gezielt und konsequent einzeln betrachtet, so kann man in der Regel zu jedem einzelnen Faden (Problem) auch eine passende Lösung erarbeiten. Der Trick besteht eben darin, sich auf den einzelnen Faden zu konzentrieren, das Gesamtproblem also zu Teilen, das einzelne Teilproblem zu "beherrschen" und damit zu lösen. Damit lässt sich dann am Ende auch das Gesamtproblem beherrschen und lösen. Selbst wenn man nicht jedes Teilproblem sofort lösen kann, so sieht die Welt auf einmal wieder ganz anders aus.

 

Im meiner Praxis habe ich festgestellt, dass dieses Verfahren tatsächlich sehr gut funktioniert. Vielleicht braucht es aber etwas Hilfe von außen, um diesen Prozess auch tatsächlich zu beginnen und bis zum Ende durchzuhalten. Das liegt daran, dass in der Regel die Klienten erst dann kommen, wenn das Knäul schon sehr verknotet ist. Zudem sind die Menschen oft bereits erschöpft, da sie schon einige Zeit versucht haben, den Mega-Knoten mehr oder weniger erfolgreich zu entwirren. Und letztlich fehlt einigen Menschen in dieser Situation einfach auch die notwendige Distanz, die Dinge mal komplett emotionslos zu sehen.

 

Hier kann ich helfen und vielleicht Wege zeigen, die der Betroffene übersieht - so wie man den sprichwörtlichen Baum im Wald nicht sieht.

 

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(C) 2017 - Markus S. Pfirrmann